Partikelbildung unter HWL-Einspritzung

  Logo FVV

Die Einspritzung von Harnstoff-Wasser-Lösung (HWL) für SCR-Katalysatorsysteme (Selective Catalytic Reduction) kann zur Bildung von Partikeln führen. Der genaue Mechanismus ist jedoch noch nicht geklärt. Eine Untersuchung des Mechanismus ist dringend erforderlich, um die Auswirkungen auf die Abgaspartikelemissionen (Anzahl, Größenverteilung und Zusammensetzung) abschätzen zu können und eine Bewertungsgrundlage für mögliche Maßnahmen zur Einhaltung zukünftiger Abgasgesetzgebungen zu schaffen.

Das Projekt gliedert sich in zwei Hauptarbeitspakete. Arbeitspaket (AP) 1 konzentriert sich auf Online-Partikelmessungen am Motorprüfstand und auf die Partikelbeprobung. Für die Experimente werden sowohl ein Diesel-Verbrennungsmotor (ICE) als auch ein Wasserstoff-ICE eingesetzt. Parallel dazu wird WP 2 tiefere Einblicke durch detaillierte chemische Analysen der Proben und die Zusammenfassung aller Ergebnisse in einem beschreibenden Modell liefern. Beide zielen auf realistische Versuchsaufbauten ab, die einen direkten Transfer in Euro 7/VII Messungen ermöglichen.

Als bearbeitende Institute bringen der Lehrstuhl für Thermodynamik mobiler Energiewandlungssysteme (TME) der RWTH Aachen und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (IASU) des Universitätsklinikums Aachen umfangreiche Vorerfahrungen ein. Das TME deckt die Aspekte Motor und Abgasnachbehandlung ab, das IASU die verschiedenen chemischen Laboranalysen.

 
Titel

Partikelbildung durch Injektion von Harnstoff-Wasser-Lösung (HWL) in selektiven katalytischen Reduktionssystemen (SCR)

Kurzbezeichung Partikelbildung unter HWL-Einspritzung
Förderung FVV
Laufzeit 08/2022 – 07/2024